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Hoch über St. Louis
Gateway Arch







Autor:
Sabine

Datum:
13.07.09 11:52

Tagebuch aus
St. Louis


Mehr Bilder aus
St. Louis


www.anheuser-busch.com

 

Am westlichen Ufer des Mississippi, im Bundesstaat Missouri, liegt die Stadt St. Louis. Deren bekanntes Wahrzeichen ist der 192 m hohe Gateway Arch. Das höchste Bauwerk der Stadt liegt in der Nähe des Ausgangspunktes der Lewis und Clark Expedition und erinnert als Teil des Jefferson National Expansion Memorial an die Besiedlung des US-amerikanischen Westens: Die Lewis und Clark Expedition (1804 bis 1806) war die erste amerikanische Überlandexpedition zur Pazifikküste und zurück, mit dem Ziel einen schiffbaren Wasserweg zum Pazifik zu finden und eine Nation zwischen Atlantik und Pazifik zu gründen.

Im landesweiten Wettbewerb erhielt 1947 der finnisch-amerikanische Architekt Eero Saarinen den Zuschlag für die Gestaltung eines Rundbogens. In den darauffolgenden Jahren wurden seine Pläne jedoch modifiziert, und nach rund 2,5 Jahren Bauzeit wurde der Gateway Arch 1965 fertig gestellt: Der Bogen ist 192 Meter hoch und hat eine Spannweite von ebenfalls 192 Metern. Die Stahlbeton/Stahl-Konstruktion ist mit rostfreiem Stahl verkleidet, der übrigens von der Firma Krupp geliefert wurde. Die Wanddicke beträgt beim Fundament 92 cm, im Bogenscheitel immerhin noch immer 21 cm.

Eine spezielle Tram, eigentlich eine Mischung aus Tram, Aufzug und Zahnradbahn, bringt die Besucher im 10-Minuten-Takt in engen, kugelförmigen Kabinen zur Aussichtsplattform in der Spitze des Bogens.

Bis einige Tage vor unserer Ankunft in St. Louis war es uns trotz ansonsten immer sorgfältiger Planung irgendwie entgangen, dass man sogar auf den Arch rauf kann, und das wollen wir natürlich in alter MyTour-Manier nicht auslassen:
Die Kabinen-Konstruktion erscheint mit persönlich sehr gewagt und gar nicht Vertrauen erweckend, laut ratternd quält (?) sich das Gefährt mit leicht schaukelnden Bewegungen nach oben – die Rundung des Bogens muss schließlich ausgeglichen werden. Nicht nur wir beide und noch 3 weitere Personen müssen in der winzigen Kabine Platz finden, auch unsere Rucksäcke müssen noch mit rein – heiß ist es noch hier drin, oder kommt es mir nur so vor? Zum Glück dauert die Fahrt nur 4 Minuten und wenigstens die spacigen, weißen Retro-Kunststoff-Schalensitze aus den 60er Jahren lenken mich ein wenig ab von dem Gedanken, dass ich mit dem Gefährt auch wieder runter muss.

Apropos Rucksack - im Visitor Center am Fuße des Arch muss man seit 9/11 durch eine sehr strenge Sicherheitskontrolle (ähnlich wie am Flughafen), daher sollte man Wartezeit einkalkulieren. Tickets für die Tram kosten für Erwachsene 10 USD (mit National Park Pass 7 USD), Kinder bis 15 zahlen 5 USD.

Oben angekommen überzeugt mich Christian mit einer leichten Panikattacke, dass die Fahrt nach unten einem längeren Aufenthalt doch vorzuziehen ist. Um durch die kleinen Fenster in der schrägen Außenhülle des Gateway Arch einen - zugegeben tollen - Blick auf die Stadt zu erhaschen, muss man sich nach vorne lehnen (siehe Foto). Christians „Fehler“ dabei war, sich vorzustellen, was unter einem ist: nämlich nur der Boden des Gateway Arch. Immerhin noch 21 cm denke ich mir. Aber das zählt nicht für Christian, der flüchtet Richtung Tram – daher auch die wenigen Fotos ;-)

Zur „Beruhigung“ steuern wir unseren zweiten Fixpunkt in St. Louis an: die Anheuser-Busch Brauerei, die 1852 in St. Louis gegründet wurde. Gratis werden hier Führungen durch das Brauereigelände angeboten, am Ende gibt es eine Bierverkostung. Zum Abschluss geht es erwartungsgemäß in den Merchandising Shop. Dort findet man Unmengen an verschiedenen Produkten mit dem Anheuser-Busch bzw. Budweiser Logo:
T-Shirts, Kappen, Bikinis, Regenschirme, Golfutensilien, Flaschenöffner, Schlüsselanhänger und unzähliges mehr.
Na dann: Cheers!



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